
INDUSTRIE 4.0 DIE SYMBIOSE AUS MENSCH UND KI ENTSCHEIDET ÜBER DEN ERFOLG
11.03.2026 Quelle: Moritz Maier, CEO bei Synera 5 min Lesedauer
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Wer im Maschinen- und Anlagenbau ohne Schweißperlen auf der Stirn in die Zukunft
blickt, der hat Begriffen, dass Zeit Geld ist und die richtigen Maßnahmen
eingeleitet. Ein Zauberwort heißt KI-Agent.
Im Maschinen- und Anlagenbau zählt jede Minute – und zwar von der ersten
CAD-Skizze bis zur Inbetriebnahme des Systems. Außerdem werden Produkte
komplexer, Fachkräfte rarer und alles soll auch noch immer schneller geliefert
werden. Die Time-to-Market wird deshalb zum zentralen Faktor für den
langfristigen Unternehmenserfolg. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen
Unternehmen also ihre Entwicklungs- und Fertigungsprozesse konsequent auf
Effizienz ausrichten.
DER UNSICHTBARE BREMSFAKTOR HEISST SYSTEMKOMPLEXITÄT
Moderne Maschinen und Anlagen vereinen bekanntlich Mechanik, Elektronik,
Software und vernetzbare Komponenten zu komplexen Gesamtsystemen. Die Abstimmung
dieser Disziplinen ist aufwendig und erfordert präzise Koordination. Viele
Ingenieure arbeiten deshalb parallel an mehreren Projekten, was hohen Aufwand
für Dokumentation und Abstimmung bedeutet. Und Ausfälle durch Krankheit oder
Urlaub verschärfen die Situation dann noch. Einer Studie von Siemens und
Tech-Clarity zu folge sehen über 60 Prozent der Beschäftigten in großen
Unternehmen darin eine der größten Produktivitätsbremsen.
In der Praxis führt das zu versteckten Wartezeiten zwischen Prozessschritten,
die sich zu deutlichen Effizienzverlusten summieren. Das ist ein Problem, das
klassische Optimierungsansätze kaum erfassen. Gleichzeitig binden stets
wiederkehrende, manuelle Aufgaben viel Arbeitszeit. Untersuchungen zeigen dazu,
dass bis zu einem Viertel der Arbeitszeit für administrative oder koordinative
Tätigkeiten verloren geht – Zeit, die schließlich für Innovation fehlt.
KI-AGENTEN SCHAFFEN LUFT BEI ROUTINEARBEITEN
Die fortschreitende der Arbeitswelt führt aber zu bahnbrechenden und hilfreichen
Innovationen. KI-Agenten (KI = ) markieren dabei den Beginn einer neuen
Entwicklungsstufe. Mit Plattformen wie Synera können etwa KI-Agenten im
Engineering implementiert werden, die nicht nur analysieren, sondern
selbstständig handeln können. Sie verbinden dazu die kognitive
Leistungsfähigkeit moderner Sprachmodelle mit direktem Zugriff auf
Engineering-Systeme wie CAD, CAE oder ERP.
KI-Agenten können damit Aufgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette
übernehmen, was von der automatisierten CAD-Modellierung über Simulationen bis
hin zur Erstellung normgerechter Fertigungsunterlagen reicht. So entstehen quasi
digitale Kollegen, die Routinearbeiten eigenständig ausführen, Entscheidungen
auf Basis von Fachwissen treffen und Prozesse automatisiert abwickeln – und das
rund um die Uhr!
DER GRÖSSTE ZEITFRESSER HEISST ANGEBOTSERSTELLUNG
In vielen Kundenprojekten zeigt sich besonders deutlich, dass die größte
Hebelwirkung von KI-Agenten sich in Angebotsprozessen (RFQ – Request for Quote)
entfalten kann. Kaum ein Bereich ist nämlich so zeitkritisch und gleichzeitig
stark von Erfahrungswissen geprägt, wie die Angebotserstellung. Im klassischen
Ablauf prüfen Kalkulations- und Projektteams jede Anfrage manuell. Dabei werden
zunächst CAD-Daten geöffnet, Herstellbarkeitsanalysen durchgeführt, Materialien
und Normteile kalkuliert, Einkaufspreise abgefragt und Kosten geschätzt. Das
sind solche wiederkehrenden Tätigkeiten, die hochqualifizierte Fachkräfte binden
und so wertvolle Zeit kosten.
Weitere Verzögerungen entstehen durch ineffiziente Übergaben zwischen den
involvierten Mitarbeitern. Fertigungsbetriebe berichten übrigens, dass die
Bearbeitung einer komplexen Anfrage bisher zwischen einem halben und zwei
Arbeitstagen dauert. Verzögerungen erhöhen das Risiko, Aufträge zu verlieren.
KI-Agenten können mit diesem Engpass aufräumen. Auf Basis von Engineering-Daten,
CAD-Geometrien und ERP-Informationen analysieren sie Bauteile, berechnen
Bearbeitungsvolumina, gleichen Materialkosten ab und erstellen automatisch eine
vollständige Kostenabschätzung. Solche Workflows lassen sich auch noch an
unternehmensspezifische Daten und Regeln anpassen – etwa an vergangene Projekte
und Bauteildatenbanken, Kostenmodelle oder Erfahrungswerte aus der Fertigung.
ANGEBOTE KÖNNEN IN WENIGEN MINUTEN ERSTELLT WERDEN
Das Ergebnis beim Einsatz eines KI-Agenten ist außerdem messbar. Ein digitaler
Workflow erledigt eine komplexe Angebotskalkulation in wenigen Minuten – ein
Prozess, der zuvor Stunden oder Tage benötigte. Typische Projekte zeigen, dass
die Bearbeitungszeit bei Fertigungsbetrieben für ein Angebot von zwölf Stunden
auf rund zweieinhalb Minuten sinkt – bei gleichbleibender Genauigkeit und
reproduzierbarer Qualität. Außer der Zeitersparnis sorgt die Standardisierung
für zusätzliche Vorteile. Denn jede Anfrage wird nach denselben Parametern
bewertet: Subjektive Schätzungen entfallen, Fehlerquoten sinken, und
Preisentscheidungen werden nachvollziehbar. Gleichzeitig entsteht eine wertvolle
Datenbasis für zukünftige Angebote und Prozessoptimierungen. Ein weiterer Effekt
ist, dass das Wissen erfahrener Mitarbeiter digitalisiert wird. Statt in
einzelnen Köpfen zu verbleiben, wird es in Form von Logik, Regeln und
Datenbanken in den Workflow integriert. So bleibt das Know-how erhalten, auch
wenn die Experten das Unternehmen verlassen haben.
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Stand: 08.12.2025
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DIE KI-AGENTEN GIBT ES AUCH IN DER SPEZIALVERSION
KI-Agenten besitzen folglich das Potenzial, Entwicklungsprozesse im Maschinen-
und Anlagenbau grundlegend zu verändern. Die Herausforderung liegt jedoch in der
Verbindung großer Sprachmodelle () mit der heterogenen CAx-Softwarelandschaft.
Viele Tools verfügen aber über keine standardisierten Schnittstellen und
erfordern tiefes Spezialwissen – eine Hürde, die ein LLM allein nicht überwinden
kann. Synera adressiert dieses Problem aber mit über 75 Konnektoren, die als
Brücke zwischen LLMs und CAx-Software fungieren. Das System muss die Software
auch nicht im Detail verstehen, sondern ruft den passenden Konnektor auf,
übergibt Parameter und erhält strukturierte Ergebnisse zurück. Diese Architektur
ermöglicht eine schnelle Einführung und lässt sich schrittweise erweitern –
ideal für Engineering-Teams, die KI-Agenten in bestehende Abläufe integrieren
möchten.
DIE NÄCHSTE GENERATION: MULTI-AGENTEN-SYSTEME
Sogenannte Multi-Agenten-Systeme arbeiten nach dem Prinzip menschlicher
Entwicklungsteams. Es gibt dafür spezialisierte Agenten: Die „Experten“ und die
übergeordneten „Manager“, der alles koordinieren und als Schnittstelle zum
Ingenieur dienen. Der Effekt ist, dass ineffiziente Wartezeiten vollständig
passé sind. Diese drei Hauptvorteile lassen sich so ins Haus holen:
* Kontinuierliche Verfügbarkeit: KI-Agenten arbeiten 24/7 und lassen sich
nahezu beliebig skalieren,
* nahtlose Kommunikation: Informationen werden in Echtzeit weitergegeben – ohne
Verzögerung sowie
* parallele Bearbeitung: Mehrere Agenten können simultan an unterschiedlichen
Aufgaben arbeiten.
Die Gesamtprozesszeit reduziert sich damit auf die Laufzeit der eingesetzten
Softwaretools. Gleichzeitig entlasten KI-Agenten Ingenieure, sodass sie mehr
Zeit für ihre Kernaufgaben haben – bei gleichbleibender Qualität und hoher
Effizienz.
ES ENTSTEHEN NEUE FORMEN DER ZUSAMMENARBEIT
Was früher Tage oder Wochen oder gar Monate dauerte, lässt sich also mit
KI-Agenten heute in wenigen Stunden umsetzen. Mehrere KI-Agenten können dann
auch noch zu einem Multi-Agenten-System zusammengeschlossen werden, die dann ein
digitales Engineering-Team darstellen, das ohne Pausen und Skalierungsgrenzen
auskommt. Für Unternehmen bedeutet das nicht nur Effizienzsteigerung, sondern
auch eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.
Entwicklungsteams werden gezielt von Routinetätigkeiten entlastet und können
sich stärker auf Konstruktion, Optimierung und Innovation konzentrieren – auf
das also, was den technologischen Fortschritt im Maschinenbau wirklich
vorantreibt.
Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal .
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